Aigner will Siegel für regionale Produkte einführen
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner will im nächsten Jahr ein neues Siegel für regionale Produkte einführen. Bei Verbrauchern stehen regionale Produkte hoch im Kurs, doch beim Einkauf im Supermarkt lassen sie sich nur selten ausfindig machen. An dieser Stelle soll das sogenannte Regionalfenster als neues Siegel anknüpfen. Auf einen Blick sollen Konsumenten nach den Plänen von Ilse Aigner künftig erfahren, ob die Erdbeeren in der ausgewählten Marmelade aus der Region kommen. Auch die Grüne Woche in Berlin hat regionalen Produkten erneut eine Plattform gegeben. In den Hallen von der weltgrößten Agrarmesse hatten mehrere Bundesländer eigene Stände.
Öko-Test nimmt Putenfleisch unter die Lupe
Putenfleisch wird heute gern als gesunde Alternative zu Schweine- und Rindfleisch bezeichnet. Die Experten von Öko-Test haben nun mehrere Putenfleisch-Angebote aus dem Handel genauer unter die Lupe genommen. Neben abgepacktem und gekühltem Putenbrustfilet wurden auch Putenschnitzel von Öko-Test getestet. Insgesamt 12 Proben mussten sich den prüfenden Blicken der Experten stellen. Das Ergebnis ist erschreckend. Insgesamt neun Putenfleisch-Produkte stammten aus konventionellen Mastbetrieben. Die anderen drei Proben wurden von Putenfleisch aus Bio-Mastbetrieben entnommen. Die Ergebnisse dürften bei vielen Verbrauchern erneut für Verunsicherung sorgen. So ist das Putenfleisch nach Angaben von Öko-Test häufig mit Antibiotika belastet.
Energiewende stellt Gefahr für Naturschutz dar

Windenergie
Die Energiewende in Deutschland scheint beschlossene Sache zu sein. Doch obwohl sie von vielen Seiten schon lange gefordert wurde, zeigt sich mittlerweile auch eine gewisse Skepsis. Immer wieder wird in die Tagen darauf verwiesen, dass die Energiewende vor allem für den Naturschutz eine Gefahr darstellt. Von Seiten der Laien wird dabei gern vergessen, dass Bio eben nicht gleich Öko ist. Nach Einschätzungen von Umweltschützern bedroht die geplante Energiewende in Deutschland aber nicht nur den Naturschutz, sondern auch die Artenvielfalt. Darüber hinaus werde durch sie der Raubbau im Wald vorangetrieben. Ganz unbegründet sind die Vorwürfe nicht, denn insbesondere der Wald wird heute vor allem als Rohstofflieferant angesehen.
Bio-Schinken kann Stiftung Warentest überzeugen
Die Experten der Stiftung Warentest haben Schinken auf den Prüfstand gestellt und haben insgesamt 27 abgepackte rohe Schinken in Scheiben genauer unter die Lupe genommen. Unter den getesteten Produkten waren 12 Schwarzwälder Schinken, neun Serrano- und sechs Parmaschinken. In dem Test konnten sich vor allem die Schinken mit Biosiegel, sowie die Angebote vom Discounter durchsetzen. Die Bio-Schinken wurden von Experten zum Teil besser bewertet als die Produkte, die von den Gourmets bevorzugt werden. Für die Qualität eines Schinkens ist das Reifen entscheiden. Während der Schwarzwälder nur drei Monate Zeit dafür hat, bleiben dem Serranoschinken mindestens sieben Monate.
Immer mehr braune Bio-Bauern in Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern wird immer häufiger zur Heimat von braunen Bio-Bauern. Das unterstrich die Politikwissenschaftlerin Gudrun Heinrich von der Uni Rostock. In den vergangenen Tagen stellte sie gemeinsam mit dem Regionalzentrum für demokratische Kultur und der Heinrich-Böll-Stiftung das Buch „Braune Ökologen. Strukturen und Hintergründe am Beispiel Mecklenburg-Vorpommerns” vor. Wie Heinrich erklärte, leben die braunen Bio-Bauern auf den ersten Blick wie Aussteiger. So backen sie ihr Brot aus eigenem Getreide und greifen darüber hinaus zu selbstgestrickten Schafwollpullovern. Familien mit natur- und heimatverbundener Attitüde siedeln sich bereits seit knapp 20 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern an.
Bio-Fleisch kann nur bedingten Schutz bieten
Aufgrund der aktuellen Studie, die vom BUND veröffentlicht wurde, sorgen sich viele Verbraucher zu Recht um die Qualität und die Unbedenklichkeit ihres Hähnchenfleisches. Um Gesundheitsrisiken zu vermeiden, denken viele Haushalte über den Griff zum Bio-Fleisch nach. Doch auch wenn die antibiotikaresistenten Keime vor allem bei Fleisch zu finden sind, dass aus der Massentierhaltung stammt, kann auch das Bio-Fleisch nur einen bedingten Schutz bieten. Um Infektionen zu vermeiden, sollten Verbraucher bereits beim Umgang mit dem Fleisch auf einige Vorsichtsmaßnahmen achten. So rät beispielsweise der Bfr dazu, dass Fleisch unter kalten fließendem Wasser abzuspülen. Anschließend sollte auch das Spülbecken gereinigt werden.
BUND findet antibiotikaresistente Hähnchen-Keime
Im Rahmen einer aktuellen Studie hat der Bund für Umwelt und Naturschutz auf zahlreichen Hähnchen, die in deutschen Supermarktketten angeboten werden, antibiotikaresistente Keime gefunden. Die antibiotikaresistenten Hähnchen-Keime, die vom BUND entdeckt wurden, können für den Menschen im Falle einer Infektion lebensgefährlich sein. Bei der Studie wurden ESBL-produzierende Darmkeime ebenso entdeckt wie MRSA-Keime. Nach Erklärungen des BUND ist der massenhafte Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung für die Keime auf dem Hähnchenfleisch verantwortlich. Auf jedem zweiten Produkt wurden entsprechende Keime im Rahmen der aktuellen Untersuchung entdeckt. Sämtliche Produkte befanden sich bereits im deutschen Handel und waren für den Verbraucher zugänglich.
Deutsche Bio-Kontrollstellen sollen stärker überwacht werden
Nach den Plänen von Bundesagrarministerin Ilse Aigner sollen die Bio-Kontrollstellen in Deutschland künftig stärker überwacht werden. Damit zieht Aigner die Konsequenzen aus dem jüngsten Bioskandal aus Italien. Aigner möchte nach eigenen Erklärungen die Anforderungen an die Öko-Kontrollstellen in der Bundesrepublik erhöhen. Berichten zufolge wurde eine entsprechende Verordnung, die sich mit besseren Kontrollen für Biolebensmittel auseinandersetzt, bereits an den Bundesrat übermittelt. Stimmt die Kammer der Verordnung zu, können die neuen Regeln für die Bio-Kontrollstellen in Deutschland schon im Februar 2012 in Kraft treten. Die Pläne von Aigner stoßen derzeit auf unterschiedliche Resonanz.
Viele Fragen bei Biobetrug offen
Auch weiterhin sind viele Fragen bei dem Biobetrug aus Italien offen. Bekannt ist jedoch, dass die gefälschten Biowaren in Form von Futtermitteln auch nach Deutschland und Österreich gelangt sind. So wurde gefälschtes Bio-Getreide aus Italien in österreichischem Tierfutter verarbeitet. Berichten zufolge sind von dem Biobetrug bislang Soja-Nahrungsmittel nicht betroffen. Auch wenn viele Fragen zu dem Biogroßbetrug weiter offen sind, steht fest, dass die gefälschten Biowaren bereits viel früher hätten auffallen können. So hätte heimischen Bio-Futtermittel-Erzeugern der Betrug bereits im vergangenen Jahr auffallen können. Zumindest hätte es entsprechende Verdachtsmomente geben müssen.
Reisegenuss an der Ostsee
Feinschmecker, Naturliebhaber und Leute mit vollwertigen Gaumengelüsten begrüßt die Ostseeinsel Rügen recht herzlich!
Oft ist es nicht einfach Urlaub und die üblichen Essensgewohnheiten miteinander zu verknüpfen, besonders wenn man ein Fan der ökologischen und naturbezogenen Küche ist.
Bio-Betrugsfall erreicht Deutschland
Der Bio-Großbetrug aus Italien hat Deutschland erreicht. Nachdem zunächst nur bekannt war, dass auch die Schweiz von dem Bio-Betrugsfall betroffen ist, nimmt dieser nun immer größere Ausmaße an. Die Bande von Biowaren-Fälscher, die vor kurzer Zeit in Italien verhaftet wurde, soll vor allem Tierfutter nach Deutschland geliefert haben. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin mitteilte, handelte es sich bei den Waren, die hierzulande verkauft wurden, in erster Linie um Futtermittel wie Raps und Soja. Bezugnehmend auf übereinstimmende Informationen von italienischen und deutschen Sicherheitsbehörden, sollten insgesamt mehrere hundert Tonnen dieser Waren nach Deutschland exportiert worden sein.
Preise für zahlreiche Grundnahrungsmittel stark gestiegen

Grundnahrungsmittel
Was die deutschen Verbraucher längst vermutet und in der Haushaltskasse gespürt haben, wird von der GfK nun mit aktuellen Berechnungen belegt. Die Preise für Grundnahrungsmittel in Deutschland sind in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Gerade im Bereich der Grundnahrungsmittel sind Verbraucher mittlerweile einer regelrechten Welle von Preiserhöhungen ausgesetzt. Die Preise dieser Lebensmittel sind nach Ergebnissen von der GfK im Oktober deutlich gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat belief sich die Preissteigerung auf rund sieben Prozent. Das hat der „Focus” berichtet.
Bessere Rückverfolgbarkeit bei Bio-Lebensmitteln gefordert
Aufgrund des mutmaßlichen Großbetrugs mit Bioprodukten in Italien fordern Verbraucherschützer nun eine bessere Rückverfolgbarkeit von Bio-Lebensmitteln. Durch diese könnten ähnliche Betrugsfälle vermieden oder zumindest einfacher aufgeklärt werden. Bislang weist die Rückverfolgbarkeit von Bio-Lebensmitteln sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern erhebliche Schwächen auf. Nach Forderungen von Jutta Jaschke, Ernährungsexpertin, sollten Unternehmen, die über ein Biozertifikat verfügen künftig EU-weit in einer Liste aufgenommen werden. Die Biobranche wird längst von einem internationalen Markt geprägt, sodass auch die Rückverfolgbarkeit der einzelnen Produkte über die Grenzen hinausgehen muss. Bislang ist es noch nicht gelungen, alle Facetten von dem aktuellen Bio-Betrug zu definieren.
Salumificio Pedrazzoli distanziert sich von Bio-Betrug
Der bekannte italienische Bio-Wurstspezialitäten-Hersteller Salumificio Pedrazzoli distanziert sich deutlich von dem Bio-Betrug in Italien und garantiert anlässlich der aktuellen Berichte abermals die Qualität und Sicherheit seiner Produkte. Seit 1996 ist das Familienunternehmen aus Norditalien mit der eigenen Biomarke Primavera auf dem Markt präsent. Autonom versorgt sich Salumificio Pedrazzoli mit dem Rohstoff Schweinefleisch. Er kommt aus eigenen, zertifizierten landwirtschaftlichen Betrieben. Alle Betriebe dieser Art sind in der Nähe des Wurstspezialitäten-Herstellers angesiedelt und unterliegen demnach einer strengen Kontrolle. Dabei umfasst die Arbeit mit einem geschlossenen Betriebskreislauf grundsätzlich alle Herstellungsprozesse.
Bio-Fälschungen sorgen für Importstopp in der Schweiz
Nach den entdeckten Bio-Fälschungen hat Bio Suisse nun ein Importstopp verhängt. Nach eigenen Angaben sind Migros und Coop nicht von dem Biobetrug betroffen. Im Zuge des Betrugs wurden zahlreiche Bio-Lebensmittel gefälscht. Die mutmaßlichen Fälscher wurden in Italien bereits festgenommen. Bio Suisse hat im Zuge der Bio-Fälschungen über eine der verdächtigen Firmen eine Sperre verhängt. Bei den aktuellen Fälschungen könnte es sich um einen mutmaßlichen Großbetrug mit Bio-Lebensmitteln handeln. Der Schweizer Biolandbau-Verband Bio Suisse hat auf diesen mit einer Importsperre reagiert.

