Kuh-Aktie - ein besonderes Modell
Auch Bio Bauern haben es in Sachen Finanzierung bei den Banken nicht leicht und müssen sich oftmals den fehlenden Sicherheiten geschlagen geben. Nun kam jedoch den Betreibern von einem Öko-Hof in Schleswig-Holstein eine etwas ausgefallene Idee, diese kann sich jedoch in jedem Fall sehen lassen. Das Modell trägt den Namen Kuh-Aktie und die Ergänzung zur Hof-Flatrate. Auch wenn sich die Idee von Mathias von Mirbach und Klaus Tenthoff auf den ersten Blickt recht kurios anhört, könnte sich aus dieser ein Modell für ganz Deutschland entwickeln. Von Mirbach und Tenthoff verkaufen Anteile an der eigenen Kuhherde und sichern sich somit frisches Kapital für den Erhalt des Hofes. Auch wenn die Kuh-Aktie nur wenig mit der eigentlichen Aktie zu tun hat, scheint das Angebot anzukommen, denn es sind gerade die Kunden, die sich für einen Anteil an der Kuhherde begeistern können.
Durch die Einnahmen können die beiden Landwirte den Hof nicht mehr nur am Leben erhalten, sondern langfristig eine Existenzsicherung betreiben und allein dies sollte Beweis genug für den Erfolg der Kuhaktie sein. Die Idee der Kuh-Aktie kam im Grunde aus der Not heraus, denn für den Kauf einer neuen Herde brauchte Von Mirbach frisches Geld und dies hätte er auf Grund der fehlenden Sicherheiten nicht von einer Bank erhalten. Immerhin ist der eigene Hof nur gepachtet. Der Landwirt verkauft die Kuh-Aktie für eine Summe von 500 Euro und auch wer sich für eine ausgewachsene Kuh nicht begeistern kann, kommt bei von Mirbach auf seine Kosten. Immerhin gibt es die Kalb-Aktie schon für 100 Euro. Die einzige Bedingung, die auf den Anteilseigner zukommt, ist eine Laufzeit von mindestens drei Jahren. So lang muss er den Anteilsschein behalten. Als Gegenstück bekommen die Anleger 2,5 Prozent der Investitionssumme in Bar als Verzinsung oder 5 Prozent in Form von Naturalien.


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