Hennenberg muss sich von Bio verabschieden
Bereits in den vergangenen Wochen machte der eigentliche Biobetrieb Hennenberg auf sich aufmerksam. Nun scheint bereits festzustehen, dass das Unternehmen die Bezeichnung Bio künftig nicht mehr verwenden darf. Die Pressesprecherin des zuständigen Gerichtes verwies darauf, dass man dem Unternehmen mitteilte, dass weiterhin kaum mit einer Bioproduktion gerechnet werden kann. Somit müsste sich Hennenberg langfristig auf Bodenhaltung konzentrieren. Als Option würde auch die Freilandhaltung im Raum stehen, so das Gericht. Im Eilverfahren soll es nun zu einer Entscheidung hinsichtlich des Betriebes kommen. Alles deutet jedoch darauf hin, dass Hennenberg den Wald künftig nicht mehr als Auslauf für die eigenen Hühner nutzen darf.
Demnach würde Hennenberg gegen die EU-Richtlinien verstoßen und könnte somit auch die eigenen Eier nicht mehr unter dem Bio-Schirm anbieten. Die Richtlinien, die in Verbindung mit Bio-Betrieben gelten sind sehr umfangreich und streng. Wer sich nicht daran hält, muss damit rechnen, dass ihm das Bio-Zertifikat entzogen wird. Wie im Fall Hennenberg kann dies für einen Betrieb erhebliche Einbußen bedeuten.

