Bio-Betrug ist kein Kavaliersdelikt

Der Markt mit Bioprodukten boomt und kann sich auch in Deutschland auf ein stetig wachsendes Angebot verlassen. Viele Unternehmen verleitet dies zum Betrug mit Bioprodukten. So tauchen derzeit immer wieder Meldungen auf, bei denen sich Betrüger vor Gericht verantworten müssen. Grundsätzlich ist der Betrug mit Bioprodukten kein Kavaliersdelikt. Zahlreiche Betrüger müssen sich vor Gericht verantworten und gegebenenfalls hohe Strafen in Kauf nehmen. So erhielt  im Februar 2009 eine Landwirtin eine Bewährungs- und Geldstrafe, da sie Eier aus Käfighaltung als Bio-Eier an Reformhäuser und Naturkostläden verkaufte. Nun muss sich auch ihr Lebensgefährte vor dem Kieler Landgericht behaupten. Er soll ebenso am Betrug beteiligt gewesen sein.

Durch den Betrug konnten die Beiden einen Jahresumsatz von 200.000 Euro erzielen. Wird der Mann von den Richtern schuldig gesprochen, muss auch mit einer Geld- und Bewährungsstrafe rechnen. Ebenso steht derzeit ein Landwirt in Bielefeld vor Gericht. Er soll gemeinsam mit seiner Tochter konventionelle Tiere als Bio-Tiere verkauft haben. Vorgeworfen wird ihm Betrug in insgesamt 119 Fällen.

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