Bio-Betrug ist kein Kavaliersdelikt

Der Markt mit Bioprodukten boomt und kann sich auch in Deutschland auf ein stetig wachsendes Angebot verlassen. Viele Unternehmen verleitet dies zum Betrug mit Bioprodukten. So tauchen derzeit immer wieder Meldungen auf, bei denen sich Betrüger vor Gericht verantworten müssen. Grundsätzlich ist der Betrug mit Bioprodukten kein Kavaliersdelikt. Zahlreiche Betrüger müssen sich vor Gericht verantworten und gegebenenfalls hohe Strafen in Kauf nehmen. So erhielt  im Februar 2009 eine Landwirtin eine Bewährungs- und Geldstrafe, da sie Eier aus Käfighaltung als Bio-Eier an Reformhäuser und Naturkostläden verkaufte. Nun muss sich auch ihr Lebensgefährte vor dem Kieler Landgericht behaupten. Er soll ebenso am Betrug beteiligt gewesen sein.

Durch den Betrug konnten die Beiden einen Jahresumsatz von 200.000 Euro erzielen. Wird der Mann von den Richtern schuldig gesprochen, muss auch mit einer Geld- und Bewährungsstrafe rechnen. Ebenso steht derzeit ein Landwirt in Bielefeld vor Gericht. Er soll gemeinsam mit seiner Tochter konventionelle Tiere als Bio-Tiere verkauft haben. Vorgeworfen wird ihm Betrug in insgesamt 119 Fällen.

1 Kommentar zu „Bio-Betrug ist kein Kavaliersdelikt“

  • Joachim Löber sagt:

    Einladung zum Biobetrug!
    Nach dem Ökolandbaugesetz müssen die 23 privaten Zertifizierungsstellen ihre geprüften Bio-Betriebe im Internet veröffentlichen.
    13 Zertifizierungsstellen tun dies freiwillig und dennoch sehr verschlüsselt, auf der bioC Seite.
    Freiwillig und private Kontrollstellen ist schon der falsche Ansatz.
    Sollten sie auf der Seite einer Zertifizierungsstelle ihren gesuchten Bio - Betrieb wirklich finden, so können sie nur die Ist-Situation feststellen.
    Zum recherchieren muss die Veröffentlichung in Listenform über Jahre ersichtlich angelegt sein. Es muss nachvollziehbar sein - wann welcher Betrieb in welchem Zeitraum an welchem Standort unter welcher Rechtsform ein Zertifikat besessen hat. Zurzeit ist hier der Kriminalität im großen Stil Tor und Tür geöffnet.
    Lieber Verbraucher suchen Sie bitte mal meinen Bioland – Betrieb, der seit 30 Jahren biologisch bewirtschaftet wird und noch nie die Kontrollstelle gewechselt hat! Mein Name: Joachim Löber PLZ:34311
    Sie werden nichts finden!!!
    Weiterhin könnte ich die Kontrollstelle jährlich wechseln, was ein recherchieren über einen längeren Zeitraum unmöglich macht.
    Mit unglaublichen Mengen wird im Biomarkt betrogen – dazu einige Pressemeldungen die nur die Spitze des besagten Eisberges darstellen.
    Focus: 26-11-2008 Täglich 300000 Eier falsch deklariert….
    Schrot & Korn 3/2009 Rund 1000 Tonnen konventionelles Fleisch…..
    Schrot & Korn 3/2006 Fast 23000 Tonnen herkömmliches Getreide……
    taz 08-12-2010 Rund 300000 kg konventionelle Schweinehälften…
    Bielefeld (Ime)11-05-2010 Gewerbsmäßiger Biobetrug 5300 Schweine….
    London (aho/Ime) Bioeierbetrug mit 108 Millionen Eiern…

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