Gericht entscheidet über Inhalt der Bio-Wurst

In einem aktuellen Fall hat das Bundesverwaltungsgericht über den erlaubten Inhalt der Bio-Wurst entschieden und sich dabei vor allem mit der Frage auseinandergesetzt wie Bio-Wurst, Lebensmittelrecht und Rote-Bete-Saft zusammenpassen.
Grund für diese Entscheidung war ein aus dem Kreis Hildesheim stammender Fleischer. Er hat sich durch alle Instanzen bis vor das oberste Gericht gekämpft.

So mussten die Richter entscheiden, ob es sich beim Rote-Bete-Saftkonzentrat und dem Gemüsepulver um Lebensmittel oder aber auch um Lebensmittelzusatzstoffe handelt. Würde es sich bei den Gemüse-Beigaben um ein Lebensmittel handeln, würden auch keinerlei Probleme vorhanden sein. Anders wäre es jedoch, wenn sie als Zusatzstoffe eingestuft sind. In diesem Fall dürften sie in der Bio-Wurst nicht eingesetzt werden.

Der Fleischer, der Klage einreichte, verwendete für seinen Bio-Kochschinken anstelle eines Nitritpökelsalzes einen Rote-Bete-Dicksaft. Der Dicksaft hat den gleichen Effekt wie das Nitritpökelsalz. Werden Bakterien dazu gegeben, entsteht ein entsprechendes Pökelaroma. Darüber hinaus bekommt die Wurst eine angenehm rote Farbe. Ohne Zutaten dieser Art wäre die Wurst grau. Sie würde sich demnach wohl auch nur schwer verkaufen lassen. Unterstützung erhielt der Fleischer von Bioland. Der Landkreis-Hildesheim hatte den Gemüsesaft zuvor als Lebensmittelzusatzstoff eingestuft, der nicht zugelassen ist. Doch auch die Richter in Leipzig entschieden nun, dass es sich bei dem Rote-Bete-Saft um einen Zusatzstoff handelt, der in der Bio-Wurst nicht zugelassen ist.

 

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *