Archiv für die Kategorie „Lebensmittel“
Öko-Test findet Radioaktivität und Pestizide im grünen Tee
Nicht selten stammt grüner Tee aus Ostasien. Die Experten von Öko-Test haben die unterschiedlichsten Angebote nun genauer unter die Lupe genommen und haben unter anderem untersucht, ob man den grünen Tee nach der Atomkatastrophe von Fukushima noch mit ruhigem Gewissen trinken kann. Die Testergebnisse sind erschreckend. In einigen Produkten konnten die Experten von Öko-Test tatsächlich radioaktive Teilchen ausmachen. Die Teilchen, die entdeckt wurden, entstehen ausschließlich bei künstlicher Kernspaltung. Als weitaus größeres Problem wurden bei dem grünen Tee jedoch die Pestizide ausgemacht. Bei insgesamt vier Grüntees konnte Öko-Test die Radioaktivität in doch sehr geringen Mengen nachweisen.
Aigner will Siegel für regionale Produkte einführen
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner will im nächsten Jahr ein neues Siegel für regionale Produkte einführen. Bei Verbrauchern stehen regionale Produkte hoch im Kurs, doch beim Einkauf im Supermarkt lassen sie sich nur selten ausfindig machen. An dieser Stelle soll das sogenannte Regionalfenster als neues Siegel anknüpfen. Auf einen Blick sollen Konsumenten nach den Plänen von Ilse Aigner künftig erfahren, ob die Erdbeeren in der ausgewählten Marmelade aus der Region kommen. Auch die Grüne Woche in Berlin hat regionalen Produkten erneut eine Plattform gegeben. In den Hallen von der weltgrößten Agrarmesse hatten mehrere Bundesländer eigene Stände.
Öko-Test nimmt Putenfleisch unter die Lupe
Putenfleisch wird heute gern als gesunde Alternative zu Schweine- und Rindfleisch bezeichnet. Die Experten von Öko-Test haben nun mehrere Putenfleisch-Angebote aus dem Handel genauer unter die Lupe genommen. Neben abgepacktem und gekühltem Putenbrustfilet wurden auch Putenschnitzel von Öko-Test getestet. Insgesamt 12 Proben mussten sich den prüfenden Blicken der Experten stellen. Das Ergebnis ist erschreckend. Insgesamt neun Putenfleisch-Produkte stammten aus konventionellen Mastbetrieben. Die anderen drei Proben wurden von Putenfleisch aus Bio-Mastbetrieben entnommen. Die Ergebnisse dürften bei vielen Verbrauchern erneut für Verunsicherung sorgen. So ist das Putenfleisch nach Angaben von Öko-Test häufig mit Antibiotika belastet.
Bio-Schinken kann Stiftung Warentest überzeugen
Die Experten der Stiftung Warentest haben Schinken auf den Prüfstand gestellt und haben insgesamt 27 abgepackte rohe Schinken in Scheiben genauer unter die Lupe genommen. Unter den getesteten Produkten waren 12 Schwarzwälder Schinken, neun Serrano- und sechs Parmaschinken. In dem Test konnten sich vor allem die Schinken mit Biosiegel, sowie die Angebote vom Discounter durchsetzen. Die Bio-Schinken wurden von Experten zum Teil besser bewertet als die Produkte, die von den Gourmets bevorzugt werden. Für die Qualität eines Schinkens ist das Reifen entscheiden. Während der Schwarzwälder nur drei Monate Zeit dafür hat, bleiben dem Serranoschinken mindestens sieben Monate.
Bio-Fleisch kann nur bedingten Schutz bieten
Aufgrund der aktuellen Studie, die vom BUND veröffentlicht wurde, sorgen sich viele Verbraucher zu Recht um die Qualität und die Unbedenklichkeit ihres Hähnchenfleisches. Um Gesundheitsrisiken zu vermeiden, denken viele Haushalte über den Griff zum Bio-Fleisch nach. Doch auch wenn die antibiotikaresistenten Keime vor allem bei Fleisch zu finden sind, dass aus der Massentierhaltung stammt, kann auch das Bio-Fleisch nur einen bedingten Schutz bieten. Um Infektionen zu vermeiden, sollten Verbraucher bereits beim Umgang mit dem Fleisch auf einige Vorsichtsmaßnahmen achten. So rät beispielsweise der Bfr dazu, dass Fleisch unter kalten fließendem Wasser abzuspülen. Anschließend sollte auch das Spülbecken gereinigt werden.
BUND findet antibiotikaresistente Hähnchen-Keime
Im Rahmen einer aktuellen Studie hat der Bund für Umwelt und Naturschutz auf zahlreichen Hähnchen, die in deutschen Supermarktketten angeboten werden, antibiotikaresistente Keime gefunden. Die antibiotikaresistenten Hähnchen-Keime, die vom BUND entdeckt wurden, können für den Menschen im Falle einer Infektion lebensgefährlich sein. Bei der Studie wurden ESBL-produzierende Darmkeime ebenso entdeckt wie MRSA-Keime. Nach Erklärungen des BUND ist der massenhafte Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung für die Keime auf dem Hähnchenfleisch verantwortlich. Auf jedem zweiten Produkt wurden entsprechende Keime im Rahmen der aktuellen Untersuchung entdeckt. Sämtliche Produkte befanden sich bereits im deutschen Handel und waren für den Verbraucher zugänglich.
Preise für zahlreiche Grundnahrungsmittel stark gestiegen

Grundnahrungsmittel
Was die deutschen Verbraucher längst vermutet und in der Haushaltskasse gespürt haben, wird von der GfK nun mit aktuellen Berechnungen belegt. Die Preise für Grundnahrungsmittel in Deutschland sind in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Gerade im Bereich der Grundnahrungsmittel sind Verbraucher mittlerweile einer regelrechten Welle von Preiserhöhungen ausgesetzt. Die Preise dieser Lebensmittel sind nach Ergebnissen von der GfK im Oktober deutlich gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat belief sich die Preissteigerung auf rund sieben Prozent. Das hat der „Focus” berichtet.
Bessere Rückverfolgbarkeit bei Bio-Lebensmitteln gefordert
Aufgrund des mutmaßlichen Großbetrugs mit Bioprodukten in Italien fordern Verbraucherschützer nun eine bessere Rückverfolgbarkeit von Bio-Lebensmitteln. Durch diese könnten ähnliche Betrugsfälle vermieden oder zumindest einfacher aufgeklärt werden. Bislang weist die Rückverfolgbarkeit von Bio-Lebensmitteln sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern erhebliche Schwächen auf. Nach Forderungen von Jutta Jaschke, Ernährungsexpertin, sollten Unternehmen, die über ein Biozertifikat verfügen künftig EU-weit in einer Liste aufgenommen werden. Die Biobranche wird längst von einem internationalen Markt geprägt, sodass auch die Rückverfolgbarkeit der einzelnen Produkte über die Grenzen hinausgehen muss. Bislang ist es noch nicht gelungen, alle Facetten von dem aktuellen Bio-Betrug zu definieren.
Bio-Fälschungen sorgen für Importstopp in der Schweiz
Nach den entdeckten Bio-Fälschungen hat Bio Suisse nun ein Importstopp verhängt. Nach eigenen Angaben sind Migros und Coop nicht von dem Biobetrug betroffen. Im Zuge des Betrugs wurden zahlreiche Bio-Lebensmittel gefälscht. Die mutmaßlichen Fälscher wurden in Italien bereits festgenommen. Bio Suisse hat im Zuge der Bio-Fälschungen über eine der verdächtigen Firmen eine Sperre verhängt. Bei den aktuellen Fälschungen könnte es sich um einen mutmaßlichen Großbetrug mit Bio-Lebensmitteln handeln. Der Schweizer Biolandbau-Verband Bio Suisse hat auf diesen mit einer Importsperre reagiert.
Verbraucher greifen vermehrt zu Bioprodukten

Altdorfer Biofleisch
Die Verbraucher in Deutschland greifen vermehrt zu Bioprodukten. Die Gründe dafür sind die Lebensmittelskandale, Krisen und Katastrophen, die bei vielen Verbrauchern zu einer enormen Verunsicherung beigetragen haben. Die Biobranche konnte sich in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres über ein starkes Umsatzplus freuen und kann damit an dem eingeschlagenen Erfolgsweg weiter festhalten. Bioprodukte sind in den Augen der Verbraucher vermeintlich sichere Lebensmittel. Nachdem die Bioprodukte im Vorjahr eher eine schwache Entwicklung hinnehmen mussten, erreichten sie in den ersten neun Monaten 2011 ein Umsatzplus von 9,5 Prozent.
Ökotest warnt vor Schadstoffen in Backzutaten
In der Adventszeit wird in vielen deutschen Haushalten noch immer gebacken. Für viele gehört das Backen von Plätzchen zur Weihnachtszeit wie die Christbaumkugel zum Weihnachtsbaum. Ökotest hat nun Backzutaten genauer auf den Prüfstand gestellt und hat in mehreren Zutaten Schadstoffe gefunden. Zum Teil stießen die Experten von Ökotest auch auf Krebsgift. Im Test mussten sich Backzutaten wie gemahlene Haselnüsse, Vanillezucker, Zimt, Cranberrys und Kuvertüre den prüfenden Blicken der Labore stellen. Alle Zutaten wurden auf problematische Inhaltsstoffe von Ökotest untersucht. Das Ergebnis ist erschreckend. Insbesondere Haselnüsse und Zimt haben es zum Teil durchaus in sich.
Käufermacht wird weiter unterschätzt
In Deutschland wird die Macht, die Käufer in Supermärkten haben, auch weiterhin erheblich unterschätzt. Durch ihr Konsumverhalten und die damit verbundene Produktauswahl können Konsumenten durchaus Einfluss auf verschiedene Entwicklungen und Gegebenheiten nehmen. Pro Sekunde werden von der Firma Wiesenhof sieben Hähnchen geschlachtet. Dies entspricht insgesamt 4,5 Millionen Hähnchen pro Woche. Die Tiere, die von Wiesenhof gehalten werden, haben eine 30 Tage andauernde Aufzucht. Während ihrer Aufzucht haben die Tiere kaum Platz. Ihre Knochen sind zum Teil so schwach, dass sie unter dem Gewicht der Tiere zusammenbrechen. Lediglich 10.000 Hähnchen von Wiesenhof gelten als privilegiert.
Österreichs Handel setzt auf Bio-Orangen aus Sizilien

Orangen
Pünktlich zum Winterbeginn beginnt in Mitteleuropa auch die traditionelle Orangensaison. Der Handel in Österreich setzt auch 2011 wie in den Vorjahren auf Bio-Orangen aus Sizilien. Aufgrund des Regens und der Temperaturschwankungen hat sich der Start der Orangenernte auf Sizilien in diesem Jahr um ein bis zwei Wochen verschoben. Derzeit gehen die Verantwortlichen jedoch davon aus, dass die Ernte das Vorjahresniveau erreichen kann. Zu den Hauptlieferanten für den österreichischen Handel gehört die Kooperative Salamita. Sie hat sich vor fast 40 Jahren der Bio-Landwirtschaft verschrieben. Mittlerweile liefert sie fast 30 Prozent der eigenen Produktion nach Österreich.
Bio-Hähnchen nicht mit Antibiotika belastet
Viele Masthähnchen in Deutschland sind mit Antibiotika belastet. Nicht zuletzt deswegen sorgt die Haltung von Masthähnchen immer wieder für Diskussionen. Unbelastet sind dagegen Bio-Hähnchen. Bei diesen wird auf die Verwendung von Antibiotika in der Haltung verzichtet. In Nordrhein-Westfalen wird fast jedes Masthähnchen mit Antibiotika behandelt. Wie das Bundesamt für Risikobewertung jüngst erklärte, kann jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass eine Gefährdung für Verbraucher durch Arzneimittelrückstände im Geflügelfleisch besteht. Fakt ist aber auch, dass das Antibiotikum durch die Nahrung auch von dem Menschen aufgenommen wird. Demnach kann wohl kaum von Unbedenklichkeit die Rede sein.
Verkaufsstopp von Margarine von Foodwatch gefordert
Die Verbraucherorganisation Foodwatch fordert in diesen Tagen für einige Margarine-Sorten einen vorläufigen Verkaufsstopp. Im Fokus der Forderung steht derzeit die Margarine „Becel Pro.Activ”. Die Margarine soll angeblich den Cholesterinspiegel senken können. Wie Foodwatch erklärte, sollte das Produkt jedoch aufgrund von möglichen Gesundheitsrisiken und bedenklichen Nebenwirkungen nicht im Supermarkt verkauft werden. Foodwatch erklärte am Donnerstag, dass es bei der Margarine Hinweise auf bedenkliche Nebenwirkungen gebe. Das Produkt ist nach Angaben der Verbraucherorganisation zudem mit Sterinen angereichert. Die Vorwürfe von Seiten Foodwatchs wurden von dem Hersteller Unilever bereits zurückgewiesen und als falsch gekennzeichnet.

