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Öko-Test nimmt Putenfleisch unter die Lupe
Putenfleisch wird heute gern als gesunde Alternative zu Schweine- und Rindfleisch bezeichnet. Die Experten von Öko-Test haben nun mehrere Putenfleisch-Angebote aus dem Handel genauer unter die Lupe genommen. Neben abgepacktem und gekühltem Putenbrustfilet wurden auch Putenschnitzel von Öko-Test getestet. Insgesamt 12 Proben mussten sich den prüfenden Blicken der Experten stellen. Das Ergebnis ist erschreckend. Insgesamt neun Putenfleisch-Produkte stammten aus konventionellen Mastbetrieben. Die anderen drei Proben wurden von Putenfleisch aus Bio-Mastbetrieben entnommen. Die Ergebnisse dürften bei vielen Verbrauchern erneut für Verunsicherung sorgen. So ist das Putenfleisch nach Angaben von Öko-Test häufig mit Antibiotika belastet.
Bessere Rückverfolgbarkeit bei Bio-Lebensmitteln gefordert
Aufgrund des mutmaßlichen Großbetrugs mit Bioprodukten in Italien fordern Verbraucherschützer nun eine bessere Rückverfolgbarkeit von Bio-Lebensmitteln. Durch diese könnten ähnliche Betrugsfälle vermieden oder zumindest einfacher aufgeklärt werden. Bislang weist die Rückverfolgbarkeit von Bio-Lebensmitteln sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern erhebliche Schwächen auf. Nach Forderungen von Jutta Jaschke, Ernährungsexpertin, sollten Unternehmen, die über ein Biozertifikat verfügen künftig EU-weit in einer Liste aufgenommen werden. Die Biobranche wird längst von einem internationalen Markt geprägt, sodass auch die Rückverfolgbarkeit der einzelnen Produkte über die Grenzen hinausgehen muss. Bislang ist es noch nicht gelungen, alle Facetten von dem aktuellen Bio-Betrug zu definieren.
Salumificio Pedrazzoli distanziert sich von Bio-Betrug
Der bekannte italienische Bio-Wurstspezialitäten-Hersteller Salumificio Pedrazzoli distanziert sich deutlich von dem Bio-Betrug in Italien und garantiert anlässlich der aktuellen Berichte abermals die Qualität und Sicherheit seiner Produkte. Seit 1996 ist das Familienunternehmen aus Norditalien mit der eigenen Biomarke Primavera auf dem Markt präsent. Autonom versorgt sich Salumificio Pedrazzoli mit dem Rohstoff Schweinefleisch. Er kommt aus eigenen, zertifizierten landwirtschaftlichen Betrieben. Alle Betriebe dieser Art sind in der Nähe des Wurstspezialitäten-Herstellers angesiedelt und unterliegen demnach einer strengen Kontrolle. Dabei umfasst die Arbeit mit einem geschlossenen Betriebskreislauf grundsätzlich alle Herstellungsprozesse.
Verbraucher greifen vermehrt zu Bioprodukten

Altdorfer Biofleisch
Die Verbraucher in Deutschland greifen vermehrt zu Bioprodukten. Die Gründe dafür sind die Lebensmittelskandale, Krisen und Katastrophen, die bei vielen Verbrauchern zu einer enormen Verunsicherung beigetragen haben. Die Biobranche konnte sich in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres über ein starkes Umsatzplus freuen und kann damit an dem eingeschlagenen Erfolgsweg weiter festhalten. Bioprodukte sind in den Augen der Verbraucher vermeintlich sichere Lebensmittel. Nachdem die Bioprodukte im Vorjahr eher eine schwache Entwicklung hinnehmen mussten, erreichten sie in den ersten neun Monaten 2011 ein Umsatzplus von 9,5 Prozent.
Öko-Branche in China hat ein Betrugsproblem
Die Öko-Branche in China kämpft mit einem zunehmenden Betrugsproblem. Immer häufiger tauchen auf Produkten gefälschte Öko-Zertifikate auf. Der Kampf gegen die gefälschten Biosiegel gestaltet sich schwierig und wird von weiteren Problemen begleitet. Gegen Geld können sich Unternehmen in China problemlos die begehrten Biosiegel sichern. Für den Verbraucher selbst ist der Betrug häufig nicht zu erkennen. Waren, die mit dem falschen Öko-Zertifikat ausgestattet sind, sind aber kein Problem, das sich auf China beschränkt. Immer häufiger gelangen Waren, die so deklariert sind, auch nach Deutschland. Betroffen davon ist die Importware aus China, die mit einem Biosiegel versehen ist. Oft lässt sich nicht nachvollziehen, ob es sich um ein echtes Bioprodukt handelt.
Ökolandbau in Indien soll ausgebaut werden
In Indien soll der Ökolandbau weiter ausgebaut werden. Im Rahmen der BioFach 2012 wird sich das Land der internationalen Biobranche präsentieren. In den nächsten Jahren soll die Bio-Anbaufläche in Indien ein Areal von fünf Millionen Hektar erreichen. In Indien genießt der Biolandbau eine steigende Aufmerksamkeit. So gibt es in dem Land einzelne Bundesstaaten, die bereits spezielle Budgets für den Ökolandbau geschnürt haben. So wird Bihar den Ökolandbau beispielsweise mit einer Summe von 20 Millionen US-Dollar unterstützen. In Kanataka steht ein Budget von 50 Millionen US-Dollar zur Verfügung.
Regelmäßige Kontrollen bei Naturkosthändlern
Die Mitglieder von dem Bundesverband Naturkost Naturwaren Einzelhandel lassen sich in regelmäßigen Abständen freiwillig kontrollieren. So soll vor allem dem Verbraucher signalisiert werden, dass es sich bei den Angeboten der Naturkosthändler zu 100 Prozent um Biowaren handelt. Gleichzeitig sind die Kontrollen aber auch eine Hilfestellung für die Naturkosthändler selbst. Ihnen soll durch diese die Orientierung in dem stetig wachsenden Angebot an Bioprodukten erleichtert werden. Von den Kontrolleuren wird bei den Kontrollen auf sehr unterschiedliche Aspekte eingegangen. So widmen sie sich dem Warenfluss, den Öko-Zertifikaten der Lieferanten und nicht zuletzt auch den Zutatenlisten.
Alb-Gold Teigwaren GmbH erhält Auszeichnung
Die Alb-Gold Teigwaren GmbH wurde als „Biomarke des Jahres 2012″ ausgezeichnet. Den Gratulanten hat sich auch der Bioland Landesverband Baden-Württemberg angeschlossen. Die Auszeichnung wurde dem Bio-Unternehmen für das hauseigene Urgetreide-Sortiment verliehen. Sowohl die Qualität als auch der Geschmack der Produkte konnten die Fachjury von der Zeitschrift „Lebensmittel Praxis” überzeugen. Darüber hinaus punktete die Alb-Gold Teigwaren GmbH mit dem eigenen Markenauftritt und dem hohen Engagement für die Förderung von alten Getreidesorten. Die Trochtelfinger Firma engagiert sich bereits seit acht Jahren für die Entwicklung von hochwertigen Bioprodukten, die aus Dinkel, Einkorn und Emmer hergestellt werden.
Ökomode liegt weiter im Trend
Sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern der Welt sind Bioprodukte weiter stark gefragt. Zunehmend schwappt der Bioboom dabei auch auf die Modebranche über. Ökomode wird immer beliebter und liegt in diesen Tagen mehr denn je im Trend. Auch die großen Modehandelsunternehmen haben diesen Trend erkannt und setzen mittlerweile immer häufiger auf eigene Bio-Kollektionen. Dass der Trend zur Ökomode aber auch schlichtweg für Innovationskraft sorgt, beweist Anke Domaskes. Sie hat gemeinsam mit dem Faserinstitut Bremen Fasern entwickelt, die aus Milch gefertigt sind. Für ein Kilo Fasern werden dabei gerade einmal zwei Liter Wasser benötigt.
Transportwege bei Bioprodukten nicht außer Acht lassen
Bioprodukte gewinnen auch in Deutschland zunehmend an Beliebtheit. Immer mehr Verbraucher greifen auf diese Produkte zurück. Doch Bioprodukte müssen dabei nicht immer auch regionale Angebote sein. Beim Kauf von Bioartikeln sollten Verbraucher immer auch auf die Transportwege achten. Nicht selten kommen so die Biotomaten aus Spanien und die Bio-Zwiebeln aus Argentinien. Bei langen Transportwegen können auch Bioprodukte ihrem eigentlich grünen Image kaum mehr gerecht werden. Durch den hohen Gesamtverbrauch an Treibstoff, Heizmaterial und anderen Rohstoffen, die nicht nachwachsen, müssen sie sich gegenüber den Bioangeboten, die aus der Region stammen, in jedem Fall geschlagen geben.
Bio-Lebensmittel in NRW reichen nicht
Die Nachfrage nach Bioprodukten wächst unaufhörlich. In dem Bundesland Nordrhein-Westfalen reichen die vorhandenen Bio-Lebensmittel nicht mehr aus, um die Nachfrage zu decken. Ein Grund dafür sind die Anbauflächen, die auch weiterhin nicht ausreichend sind. Um der Entwicklung entgegen treten zu können, bietet das Land seinen Bauern nun eine Umstellprämie in Höhe von 400 Euro pro Hektar Ackerfläche. Die Prämie erhalten die Landwirte, wenn sie von dem konventionellen Anbau auf die Biolandwirtschaft umstellen. Nur durch mehr landwirtschaftliche Flächen wird Nordrhein-Westfalen künftig dazu in der Lage sein, den Biobedarf zu decken.
Immer mehr Verbraucher setzen auf Bioprodukte
Immer mehr Verbraucher in Deutschland setzen auf Bioprodukte. Dabei sind zahlreiche Konsumenten dazu bereit, für ökologisch und sozial korrekte Produkte tiefer in die Tasche zu greifen. Doch gleichzeitig nimmt auch das Vertrauen in die Industrie ab. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Hamburger Trendbüros, die im Auftrag von der Otto Group durchgeführt wurde. Bei der aktuellen Umfrage gaben 41 Prozent der Teilnehmer an, dass sie zu ethisch korrekten Produkten greifen. 2009 lag dieser Anteil noch bei 26 Prozent. Ein Wachstum kann auch bei der Bereitschaft verzeichnet werden, für Ökotextilien, Biolebensmittel und fair gehandelten Kaffee höhere Preise in Kauf zu nehmen. So werden die höheren Preise nun bereits von 44 Prozent akzeptiert.
Bio-Aufwärtstrend hält in Österreich an
In Österreich hält der Bio-Aufwärtstrend ungehindert an. So befinden sich die Bio-Lebensmittel im deutschen Nachbarland auch weiterhin auf Erfolgskurs. Schon neun von insgesamt zehn Konsumenten greifen in Österreich bei dem täglichen Einkauf auf heimische Bioprodukte zurück. Zu diesem Ergebnis kam die jüngste RollAMA Marktforschungsstudie. Die Konsumenten haben allein in den letzten drei Jahren zehn Prozent mehr Bioprodukte gekauft. Wie Österreichs Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich erklärte, sei dies ein Grund, um sich im Rahmen der Verhandlungen zu einer Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik auch weiterhin für die finanziellen Mittel im Biolandbau einzusetzen. In Österreich werden bereits rund 20 Prozent aller Agrarflächen biologisch bewirtschaftet.
Leitfaden für nachhaltige Verpackung von Bio-Lebensmitteln
Mit Förderung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wurde von der Projektleitung BÖLW ein neuer Leitfaden erstellt. Der Leitfaden widmet sich der nachhaltigen Verpackung von Bio-Lebensmitteln. Die Erwartungen, die Verbraucher an die Bioprodukte stellen, sind hoch. Dabei beziehen sich diese nicht mehr nur auf das Produkt an sich, sondern auch auf die ökologische Verpackung. Für die Hersteller entstehen bei der Wahl der Verpackung oft Zielkonflikte. Diese können sich zwischen ökonomischen, technologischen, gestalterischen und ökologischen Ansprüchen bewegen. Es gibt aber auch Unternehmen, die mit der Wahl der richtigen Verpackung überfordert sind. Diesen Beitrag weiterlesen »
Mehr Bioprodukte sollen in die Supermarktregale
Geht es nach den Plänen der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, sollen künftig deutlich mehr Bioprodukte in den Supermarktregalen zu finden sein. Um dies zu ermöglichen, hat die Landesregierung die Studie „Regionalvermarktung von Ökoprodukten” in Auftrag gegeben. Dadurch soll untersucht werden, wo die Ökolandwirtschaft in dem Bundesland bereits vertreten ist. Landwirtschaftsminister Johannes Remmel sieht nach eigenen Aussagen vor allem im Bergischen ein großes Potenzial für die Biolandwirtschaft. Als positives Beispiel wird in dem aktuellen Bericht auch die lokale Regionalmarke „bergisch pur” hervorgehoben. Das zentrale Ergebnis der aktuellen Studie belegt, dass das Marktpotenzial für Biolebensmittel in dem Bundesland bislang nicht ausgeschöpft ist. Diesen Beitrag weiterlesen »

